„Punkte sind ein Weg in die Unendlichkeit. Wenn wir die Natur und unsere Körper durch Punkte auslöschen, werden wir Teil der Einheit unserer Umwelt. Ich werde Teil des Ewigen, und wir löschen uns selbst in Liebe aus.“ So spricht die 92-jährige Yayoi Kusama über ihre Kunst. Und die ist ein Ereignis: Ihre erste europäische Retrospektive startet in Berlin.

„Polka dots“ nennt Kusama ihre tanzenden Farb-Rundungen, die blinkenden Lichter, gerasterten Kürbisse und reflektierenden Spiegel. Unwiderstehlich ziehen sie einen hinein in den befreienden Kosmos der Fantasie, des Staunens und Lachens. Kusamas Weltanschauung dürfte Erdenkindern aller Altersgruppen gefallen: „Der Mond ist ein Polka dot, die Sonne ist ein Polka dot, und die Erde, auf der wir leben, ist genauso ein Polka dot. Man findet sie in gewisser Form sogar im ewigen geheimnisvollen Kosmos. Durch sie versuche ich, die Philosophie des Lebens zu ergründen.“

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