Ach, wäre der Erlöser doch auf der Yacht mit dem schönen Namen „Serene“ geblieben und nicht in den Louvre gezogen. Gemeint ist hier der Original-Louvre in Paris, nicht der Louvre-Ableger in Abu Dhabi. In Paris nämlich kamen Analysten offenbar zu dem Schluss, dass das Gemälde „Salvator Mundi“ doch nicht von Leonardo da Vinci stammt, sondern nur aus dessen Atelier. Eine Werkstattarbeit also. Dies beschreibt jedenfalls ein Dokumentarfilm von Antoine Vitkine, der nächste Woche im französischen Fernsehen läuft.

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman wird schäumen, denn ihm gehört das Bild. Auch wenn er es bis heute abstreitet, scheint er es gewesen zu sein, der das Ölgemälde zum teuersten der Welt gemacht hat, indem er es im Herbst 2017 vom Auktionshaus Christie`s in New York für rund 383 Millionen Euro ersteigerte und dann auf seine 500-Millionen-Euro-Yacht brachte. Ein Trend übrigens. Es hängen viele berühmte Gemälde auf Schiffen von Superreichen. Der „Salvator Mundi“ galt in der Kunstwelt dann erst mal als verschwunden.

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