Berlin - Die Berliner Stiftung Stadtmuseum darf das von Lovis Corinth 1907 geschaffene Porträt des Theaterkritikers Alfred Kerr behalten und muss es nicht an die Erben eines jüdischen Vorbesitzers zurückgeben. Das empfiehlt die Beratende Kommission für die Rückgabe von NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern. Das Gemälde stammt aus der Sammlung des jüdischen Unternehmers Robert Graetz, der von den Nazis 1942 ins Warschauer Ghetto deportiert wurde und dort umkam. Vor der Deportation hatte Graetz das Kerr-Porträt einer Freundin übergeben. Nach dem Krieg einigten sich die Graetz-Erben mit den Nachfahren der Freundin auf einen Vergleich, weshalb die Kommission nun einstimmig beschlossen habe, dass das Gemälde nicht restituiert werden müsse.

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