Bei dieser Ausstellung ließe sich aus dem Stand eine zweite dazu machen. Eine übers Publikum von Marc Gröszers „Stock & Ast“ bei Franzkowiak im Friedrichstraßen-Quartier 207. Sie bestünde aus fotografischen Momentaufnahmen, auf denen die konsternierten Mienen der Passanten festgehalten wären. Nach anfänglicher Ratlosigkeit angesichts dieses harten (Mal-)Tobaks und einiger Zeit des Vertiefens erwacht bei den meisten die Neugier für diese schwellenden, ineinander verlaufenden Ölfarben auf hölzernen Tafeln. Was bedeuten die farbstrudelnden deformierten, Joint rauchenden Köpfe mit herausquellenden Augen wie aus einem Zombi-Film? Sie sind einer Sellerieknolle ähnlicher als einem männlichen Exemplar der Spezies Homo sapiens. Kommen sie aus der antiken Vorhölle oder dem modernen Inferno? Kein bisschen gefälliger stellt der Maler auch seine nackten Riesinnen mit Orangenhaut an Oberschenkeln und Po dar. Geradezu obszön liegt die „Schlummernde Venus“ in einem ruinösen Gemäuer, das wohl mal als Ziegel-Brennerei diente.

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