Tierkörper, Holzpuppen, totemistische Skulpturen – der Künstler Jimmie Durham liebte das Spiel mit Materie, die leichthin als tot angesehen wird, und der er auf kraftvolle, oft ironische Weise Leben einhauchte. Nach eigener Auskunft war er 1940 in einer Cherokee-Gemeinde in Houston, Texas geboren worden, früh setzte er sich im Kontext der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung für die Belange indigener Völker ein. Von 1973 bis 1980 übernahm Durham, der eine erste Performance gemeinsam mit dem Jahrhundertboxer Muhammad Ali durchgeführt hatte, Ämter in der American-Indian-Movement (AIM) sowie dem International Indian Treaty Council (IITC). Kurioserweise aber sprachen ihm später die Cherokee ab, für sie zu sprechen, weil seine Familie in keinem Cherokee-Geburtsregister geführt worden sei.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.