Der Hermannplatz in Neukölln ist etwas für Hartgesottene. Dreckig, laut, ständig passiert irgendwas. Neulich raste ein Porsche in das historische Geländer, der Fahrer stieg in einen Bus und fuhr davon. Anfang Januar wurden die Wände des U-Bahnhofs mit gefährlicher Flusssäure beschmiert. Die Polizei hat hier Sonderrechte, denn der Platz gilt als einer der sieben Orte in Berlin, die besonders kriminalitätsbelastet sind: Diebstähle, Drogendelikte, Körperverletzungen. Die Bronzeplastik „Tanzendes Paar“ von Joachim Schmettau, die seit den 1980er-Jahren mitten auf dem Platz steht, scheint gar nicht hierher zu passen. Der Berliner Künstler hat sie zur Eröffnung der Bundesgartenschau  im Britzer Garten geschaffen, in deren Rahmen auch der Hermannplatz aufgehübscht werden sollte.

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