Valérie Favre setzt sich in ihrer Ausstellung in der Galerie Pankow mit einem so brisanten wie hochkomplexen Thema auseinander: mit dem Zustand des Exils – seit Jahrhunderten Teil unserer Zivilisations- und Kulturgeschichte. Schon Ende letzten Jahres sollte vor den Bildern und Installationen, zusammen mit anderen „nomadischen“ Künstlerinnen und Künstlern, der Austausch über Heimatlosigkeit beginnen. Der Lockdown verschob das spannende Projekt und die Laufzeit endet leider in der Woche nach Ostern.

Favre, Jahrgang 1959, Malerin in Berlin mit französischem und Schweizer Pass, eine der wichtigsten Malerinnen Frankreichs und seit 2006 Professorin an der Universität der Künste Berlin, richtet den Dialog der Bilder und Installationen auf die Situation des Fremdseins. Sie will, wie sie sagt, aber neue Sichten auf die Situation des Exils richten und damit auf all jene unzähligen Menschen, die aus politischen, religiösen oder ökonomischen Gründen fernab ihrer Herkunftsländer leben müssen. Nomaden leben immer im Exil, so ihre These. Favre selbst erforscht diesen Zustand des Flüchtigen malend, zwischen Figuration und Abstraktion, oft in düsteren, geheimnisvollen Farben, in kühnen Farbschwüngen und schwer ausdeutbaren kosmischen Szenerien.

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