Berlin - Immer ungeduldiger und drängender werden die Rufe nach Lockerung der lästigen Corona-Sperren im gesellschaftlichen Leben. Doch immer vehementer zugleich die Mahnungen der Virologen, der Ärzte, der Politiker und der sozialen Berufsgruppen, bloß keiner trügerischen Verharmlosung der sinkenden Ansteckungszahlen aufzusitzen und falsche Hoffnungen zu wecken.

In dieser fatalen Gemengelage stellt sich Kunst, made in Weißensee, in den Dienst der Vernunft, der Aufklärung, also der Bevölkerungsgesundheit. Studierende der Kunsthochschule Weißensee aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation werden sozusagen zu Agitatoren der Sozialarbeit. Das hat Tradition. Die russische Künstler-Avantgarde unter Wladimir Majakowski hatte nach 1917 die ROSTA-Fenster erfunden: Simple Plakat-Aufklärung in Stadt und Land über Politik, Gesellschaft, Ökonomie. Und auch über damals weitverbreitete Infektionskrankheiten.

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