Preußen-Stiftung ermöglicht Rückgaben von Benin-Bronzen

Hermann Parzinger soll in Nigeria Verhandlungen über die Rückführung führen. Ziel sind substanzielle Rückgaben im kommenden Jahr, hieß es in einer Mitteilung.

Gedenkkopf einer Königinmutter aus dem 18. Jahrhundert aus Nigeria. 
Gedenkkopf einer Königinmutter aus dem 18. Jahrhundert aus Nigeria. dpa

Berlin-Als koloniales Raubgut geltende Benin-Bronzen sollen aus Deutschland an Nigeria zurückgegeben werden. Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ermächtigte den Präsidenten von Deutschlands größter Kultureinrichtung, Hermann Parzinger, mit den zuständigen Stellen in Nigeria Verhandlungen über die Rückführung von entsprechenden Objekten aus Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin zu führen. Ziel seien substanzielle Rückgaben im kommenden Jahr, hieß es in einer Mitteilung.

Das Ethnologisches Museum Berlin, das zur Preußen-Stiftung gehört, verfügt über rund 500 historische Objekte aus dem Königreich Benin, darunter etwa 400 Bronzen. Die Objekte stammen größtenteils aus den britischen Plünderungen des Jahres 1897.

Bronzen aus dem Palast des damaligen Königreichs Benin sind in zahlreichen deutschen Museen zu finden. Auch im Berliner Humboldt Forum sollen sie ausgestellt werden.