Rieckhallen bleiben der Kunst erhalten

Nach langem Streit und Gezerre: Das Berliner Landesparlament stimmte am Montag endlich dem Tauschkauf zu.

Die Rieckhallen mit Birkenhain am Nationalgalerie-Museum Hamburger Bahnhof. Hier hat die junge Kunst nun auch weiterhin ein Zuhause.
Die Rieckhallen mit Birkenhain am Nationalgalerie-Museum Hamburger Bahnhof. Hier hat die junge Kunst nun auch weiterhin ein Zuhause.Berliner Zeitung/Markus Wächter

Jetzt ist es unumkehrbar und  das sorgt für große Erleichterung in der Berliner Kunstlandschaft und  ebenso in der Landespolitik: Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am Montag in seiner Nachtrags-Haushaltsabstimmung für 1922/23 der Ausgleichsfinanzierung des Grundstückes der 250 Meter langen Rieckhallen am Nationalgalerie-Museum Hamburger Bahnhof zugestimmt.

Der Tauschkauf soll am Dienstag notariell beglaubigt werden. Die Kompensation an die Baugrundstücksbesitzer, die österreichische Investitionsfirma CA Immo, die anstelle der Hallen ein Hochhaus bauen wollte und nun mit dem Tausch sehr zufrieden ist,, beträgt 100 Millionen Euro – für die Ausstellungshallen und eine Bau-Fläche am Humboldt-Hafen. Nach dem amtlichen Prozedere werden die Hallen als Räume für internationale Gegenwartskunst zum Sondervermögen des Landes Berlin gehören.

Am Dienstag wird Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) das gute Ende des jahrelangen politischen Kampfes für die Rettung der Hallen in einer Pressekonferenz bekanntgeben. Das Direktoren-Duo des Museums Hamburger Bahnhof, Till Fellrath und Sam Bardouil, stellt am Dienstag-Vormittag das gesamte Ausstellungsprogramm  2022/23 für das Museum und nunmehr endlich mit Planungssicherheit auch für die Rieckhallen vor.