Berlin - 15 Hektar Park, Wiese und Wald – 25 Kilometer entfernt von der nördlichen Stadtgrenze Berlins: Und darin, wie hineingewachsen, 30 Skulpturen namhafter Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und aller Welt. Werke aus Metall, Stein, Glas, Holz, Kunststoff, Leinen, biomorph oder amorph, abstrakt oder figürlich, herb-schön, aber nie gefällig.

Und die Stille! Nur manchmal  wird sie unterbrochen vom Pochen eines Spechts, einen Windzug, der die Blätter rauschen lässt. Aber plötzlich ertönt eine sehr seltsame Art Nebelhorn oder sind es Urlaute aus dem Ozean? Das rätselhafte Geräusch kommt aus dem Geäst einer riesigen Trauerweide. Die Schottin Susan Philipsz  hat darin einen Lautsprecher versteckt, ihre Soundinstallation „The Wind Rose“ ist eine rätselhafte Zweiklang-„Komposition“, erzeugt mit Muschelschalen von vielen Stränden der Welt und als Kakofonie aus Nordwind, Südwind, Ostwind, Westwind. Diese Symbiose von Natur und Kunst bringt selbst den hippeligsten Großstädter zur Ruhe. Handys werden bloß eingeschaltet, um die Harmonie zu knipsen. Schon letzten Sommer, beim ersten Aufatmen nach der Corona-Welle Nr. 1, hatte sich die Natur am Gutsschloss Schwante in einen Kunstparcours verwandelt, zu dem bis zum Herbst 5000 Besucher pilgerten. Dem Vernehmen nach haben viele noch lange davon geschwärmt und sich für die nächsten Wochenenden angekündigt.

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