Berlin - Rein zeitlich hätte der heute 89-jährige Tadaaki Kuwayama als junger Mann in den USA noch dem alten Bauhaus-Architekten Mies van der Rohe (1886–1969) begegnen können. Mies war schon 1938 aus Nazideutschland nach Chicago übergesiedelt. Der Japaner entschied sich 1956 für den Umzug nach New York, damals das Innovations-Zentrum der Weltkunst. Dort war er Mitbegründer der Minimalismus-Bewegung. Soeben wird er von der Kunstszene als Avantgardist wiederentdeckt. Von einem leibhaftigen Treffen der beiden ist nichts bekannt. Dafür nennt Kuwayama die Inspirationsquelle seiner reduzierten Formensprache: Die Bauhaus-Moderne, Mies van der Rohes Konzept „Weniger ist mehr“ und die stark geometrischen Architekturflächen des einstigen Bauhaus-Meisters hätten ihn seit Anfang der 1960er-Jahre geprägt.

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