Berlin - Der Intendant der Berliner Festspiele Thomas Oberender kriegt einen ganz weichen Blick, als wir uns vor dem ICC treffen. Das schlafende Gebäude trägt ein Banner mit der Aufschrift: „The Sun Machine Is Coming Down“, so der Titel des bevorstehenden Kunstfestivals. Und tatsächlich braucht es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass es ein extraterrestrisches Flugobjekt ist, das da an der Stadtautobahn gelandet ist. Drinnen wird Oberenders seliges Lächeln noch breiter, nichts erinnert daran, dass der Mann seinen Posten zum Ende des Jahres vorzeitig verlassen wird und inzwischen mit Matthias Pees auch ein Nachfolger gefunden wurde. Die Haustechniker haben die Beleuchtungsanlage in Gang gesetzt, ihr rot-blauer Glamour verleiht dem edel-staubfarbenen Raum eine scheinbar unendliche Tiefe. Während Oberender sofort die Namen von Künstlerinnen und Künstlern sprudeln lässt und ihre noch nicht aufgebauten Werke vor die geistigen Augen führt, ist der Interviewer eingeschüchtert von der Masse der Beteiligten und den sakralen Dimensionen des Raumes, der wegen des Fußbodenbelags auch ein bisschen an die Horror-Hotelflure aus „Shining“ erinnert. Was für ein Pensum!

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.