Fast kommt man zu dem Schluss, Berlin strafe so manche Künstler, die die Stadt verlassen haben, allzu schnell mit Vergessen. Im Falle der Bildhauerin Louise Stomps (1900–1988), in den Fünfzigern mit dem Kunstpreis Berlin geehrt, war das so. Unter den Nazis hatte sie die „Innere Emigration“ gewählt. Unter der sowjetrussischen Besatzung saß sie 1945, angeblich wegen Spionage, wochenlang in Haft. Bis in die 1960er-Jahre hinein war sie in der Kunstszene West-Berlins vor allem im Kreis der legendären Galerie Rosen aktiv, zusammen mit Renée Sintenis, Hans Uhlmann, Gustav Seitz, Karl Hartung. Dann wurde ihr die Stadt zu laut; sie suchte Ruhe, zog 1960 aufs Land, nach Bayern. Ein Grund war auch ihre Passion: das Motorradfahren. Mit ihrer alten Beiwagen-BMW kam sie überall hin.

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