Es war die Meldung des Tages aus der Senatssitzung am Dienstag. Zwei Berliner Beispiele städtebaulicher Nachkriegsmoderne sollen künftig Unesco-Welterbe werden. Die früheren DDR-Wohngebiete an der Karl-Marx-Allee (einst Stalin-Allee) mit ihrer von sozialistischem Klassizismus geprägten Architektur sowie der später gebauten rationalen DDR-Moderne am Bauabschnitt II nahe Alexanderplatz. Die Bewerbung gilt auch für das Hansa-Viertel im Berliner Westen.

Wie eine Fügung des Zufalls nimmt sich die am Wochenende gestartete Aktion „Kunst im Stadtraum“ an der Karl-Marx-Allee, Bauabschnitt II aus. Dort haben Künstler eine Bank gegründet, frei nach Brecht: Was ist der Einbruch in eine Bank schon gegen die Gründung einer Bank? Ein Container steht auf dem Gehweg vor den Hausnummern 5–11, darauf das Konterfei einer alten Dame, schlau, kess, ein bisschen wie Miss Marple. Oma Lina ist Gründerin der Lina Braake Bank. Und oben auf dem Häuserblock der lustig drohende Schriftzug: „Wir machen unser Geld jetzt selbst!“

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