Willi Sittes Malerei wurde zu DDR-Zeiten gelobt und abgelehnt, verstanden und verspottet. Und doch waren die Bilder Standardwerke des Realismus. Mit der Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg Halle zum 100. Geburtstag, in der Stadt, in der Sitte lebte, glüht der abgeebbte Diskurs um den „Staatsmaler“ und die Kunst der DDR wieder auf. Das war zu erwarten, angesichts des Bilderberges, betitelt als „Sittes Welt“. Vor genau 50 Jahren hatte das Haus dem Maler die Schau zum 50. Geburtstag ausgerichtet. Damals raunte der Volksmund über die prallen Figuren: „Lieber von der sozialistischen Arbeit gezeichnet, als von Sitte gemalt.“

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