Das Kunstereignis des Frühjahrs lässt die Hotline des Leipziger Museums der bildenden Künste beinahe glühen, da der Besuch derzeit ja nur mit Zeitfenster möglich ist. Groß – größer – Gursky. Nach diesem Superlativ ist in Leipzig das fotografische Universum des in Düsseldorf lebenden Andreas Gursky ausgebreitet. Er ist der mit seinen international begehrten Riesenfotos heimgekehrte Sohn der sächsischen Stadt, die viele Größen hervorbrachte.

Zumindest bis Hochsommer ist Gursky mit seinem Werk zurück. Gewusst haben wohl die wenigsten Leipziger, dass der 1955 geborene Sohn eines Werbefotografen ein ebensolcher Weltkunst-Aufsteiger und Auktionsrekord-Reißer („Rhein II“ wurde bei Christies New York für 3,19 Millionen Euro versteigert) ebenso ostdeutsche Wurzeln hat wie die viel älteren gebürtigen Sachsen Gerhard Richter und Georg Baselitz. Oder der Mecklenburger „Nagelkünstler“ Günther Uecker. Gursky indes ist nicht wie diese Älteren unter Leidensdruck aus der frühen, von der stalinistischen Kunstdoktrin eingeengten DDR „rübergemacht“. Seine Eltern sind 1955 mit dem Neugeborenen geflohen, aus dem ab Ende der 1980er-Jahre ein weltberühmter Fotograf werden sollte.

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