Das Werk „Goldammer“ (Bambus, Holz, Metall, Textilien, Pappmache) von Matthias Garff vor dem früheren Radarturm.
Foto: dpa/ZB/Soeren Stache

Köln/BerlinDer Veranstalter Koelnmesse lässt die Art Berlin fallen. „Bis auf Weiteres“ werde die Kunstmesse eingestellt, heißt es in einer am Mittwoch in Köln veröffentlichten Mitteilung. Die Kunstmesse hatte im September 2019 zum dritten Mal als Fair for Modern and Contemporary Art im früheren Flughafen Tempelhof stattgefunden.

Ausschlaggebend für die Entscheidung seien „die aktuellen Rahmenbedingungen in Berlin, die insbesondere Planungssicherheit vermissen lassen“. So sei die weitere Nutzung des Standorts Tempelhof ab 2020 nicht gesichert und das finanzielle Ergebnis nicht befriedigend gewesen.

Art Berlin: Teil der Berlin Art Week

Die Art Berlin ist zusammen mit der parallelen Kunstmesse Positions Teil der Berlin Art Week. In diesem Jahr waren mehr als 120.000 Kunstinteressierte zu der fünftägigen Kunstwoche gekommen. Dabei gaben beteiligte Museen, Privatsammlungen und Galerien Fachbesuchern wie breitem Publikum einen Überblick aktueller Trends in der zeitgenössischen Kunst. Die Berlin Art Week existiert seit 2012 und gilt als Schaufenster der Kunststadt Berlin.

Bei der Positions wurde die Entscheidung mit Bedauern aufgenommen. „Mit jedem Jahr wuchs das Vertrauen in den Berliner Kunstmarkt, den es in dieser Form erst seit Mitte der 90er Jahre gibt“, hieß es in einer Stellungnahme. Jetzt sei der Zeitpunkt, „an dem Berlin die Zügel wieder in die Hand nehmen muss und sich zu seinem noch jungen, doch auch vielversprechenden und wachsenden Kunstmarktplatz bekennen sollte“. Unverzichtbare Formate wie die Berlin Art Week müssten bestehen bleiben und gestärkt werden.