Jürgen Wittdorf: „Baubrigade der Sportstudenten"“, LInolschnitt 1964.
Foto: KVOST/Schwules Museum Berlin

Was für eine Wiederentdeckung. Endlich sehen es alle, die es noch nicht wussten: Jürgen Wittdorf (1932–2018), Absolvent der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst und einst AdK-Meisterschüler von Lea Grundig, konnte meisterlich malen und zeichnen. Doch nach dem Ende der DDR bekam er keinen einzigen Auftrag mehr. Er wurde krank, schwere Demenz, ein Leben im Dämmerzustand. Beinahe wäre sein Werk verramscht worden, denn es gab weder Testament noch Erben. Möbelpacker räumten die Friedrichshainer Wohnung aus, an deren Wänden in Petersburger Hängung mehr als 200 Bilder hingen. Alles kam zu einer Nachlass-Auktion, um die Schulden des verarmten Künstlers beim Sozialamt zu tilgen.

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