Über Kurt Maetzig, der gestern 101-jährig in Wildkuhl verstorben ist, sind Zeit seines Lebens viele Ehrungen und manche Schmähungen gekommen. Er war, unzweifelhaft, der große alte Mann des DDR-Kinos. Maetzig war beteiligt an dessen geistigen Aufbrüchen, unterwarf sich aber auch wie kein anderer Defa-Regisseur den politischen Wellenbewegungen seiner Zeit. Am deutlichsten tat er dies in seinem zweiteiligen Thälmann-Film von 1954/55, einem Heldenepos über den von den Nazis ermordeten Führer der Kommunistischen Partei. Wer die Biografie Maetzigs jedoch nur zur Vita eines Kompromisslers oder gar Opportunisten erklärt, verzerrt sie auf ungerechtfertigte Weise. Keine Formel fasst dieses Jahrhundertleben.

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