Am 31. Dezember endet die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Das Auswärtige Amt hat sich aus diesem Anlass ein filmisches Abschiedsgeschenk gemacht. Junge Filmemacher wurden eingeladen, ihre Gedanken über unseren Kontinent zu formulieren. Nun liegen die Ergebnisse in Form von zwölf Kurzfilmen vor: 120 Minuten in allen Formaten und Genres, von sechs Frauen und neun Männern gedreht. 

So unterschiedlich die biografischen Hintergründe der jungen Kreativen ausfallen, so verschieden sind auch ihre Handschriften – und ihre Begabungen. Über einige Kapitel der nun unter dem Titel „Europa im Film“ vorliegenden Kompilation möchte man lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Das ist normal. „Genies treten nicht in Rudeln auf“, wie Heiner Müller einmal formulierte. Doch lohnt es unbedingt, sich die zwei Stunden zu Gemüte zu führen. Sie geben Aufschluss über Selbstdarstellungs-Modi der nachrückenden Generation, zeigen Ausschnitte aus gegenwärtigen Stilmitteln und verraten einiges über die Gemengelagen, die die Macher umtreiben. „Europa im Film“ deutet auch zum ersten Mal an, wie eine neue, von Corona geprägte Ästhetik aussehen könnte. Vor allem aber gibt es ausgesprochen starke Beiträge.

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