Das trostloseste Buch des Jahres 2014 hieß „Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“. Geschrieben hatte es Akif Pirinçci, ein Autor, der sich bis dahin unter Lesern von Katzenkrimis einen Ruf als Verfasser von Katzenkrimis erschrieben hatte.

Mit seinem neuesten Buch hatte er sein Geschäftsfeld verlegt und war vom Schreiben zum Pöbeln hinübergewechselt. Es las sich, als habe ein intellektuell übersichtlich strukturierter Pubertierender eine Hassdroge genommen und sich entschlossen, die rassistischen Thesen Thilo Sarrazins bis an die Grenze zur Volksverhetzung zu überzeichnen, jeden Anflug von Zivilität niederzukartätschen und sich der Sprache vorwiegend als Kloake zu bedienen: „Mit dem Arschloch sieht man besser.“

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