Lady Gaga, 35, will es auf den letzten Metern des US-Wahlkampf noch einmal wissen und liefert sich mit dem Wahlkampfteam von Donald Trump eine hübsche Twitter-Schlacht. Angefangen hat die Fehde mit einem Tweet des Kommunikationsdirektors Tim Murtough, der sich gegen den vermeintlichen Unernst Joe Bidens richtete, des demokratischen Oppositionskandidaten: „Nichts stellt die Verachtung Joe Bidens für die arbeitenden Männer und Frauen von Pennsylvania derart zur Schau wie ein Wahlkampfauftritt mit der Anti-Fracking-Aktivistin Lady Gaga.“ Die Botschaft: Wer gegen Fracking ist, gefährdet Arbeitsplätze und die energetische Unabhängigkeit der USA.

Die so angesprochene Lady Gaga veröffentlichte daraufhin Murtoughs Tweet in ihrem eigenen Kanal – und versah ihn mit animierten Botschaften wie „Wählt Biden“ und „LOL“, was so viel wie „Zum Kaputtlachen“ oder auch „lächerlich“ bedeutet. Eben darauf schien Trumps offenbar mit allen Online-Wassern gewaschener Kommunikationsdirektor gewartet zu haben und retournierte so: Er dankte der Künstlerin dafür, seine Kritik mit ihren 82 Millionen Twitter-Fans geteilt zu haben. Er hoffe, dass „viele Leute in Pennsylvania dies sehen“. Wurde die Lady also gekapert?  Immerhin kann sie sich auf ihre Fans verlassen: „Hol ihn dir, Königin“ und „Mach ihn nieder“, kommentierten sie.

Und noch etwas: Zwar lässt sich, wie Murtough das tut, der Auftritt Bidens an der Seite Lady Gagas als „verzweifelter Versuch“ beschreiben, seinem  „glanzlosen Wahlkampf“ etwas Glamour zu verleihen. Doch umgekehrt kann es auch sein, dass Trumps Leute die schiere Verzweiflung gepackt hat, wenn sie sich in solche Scharmützel begeben. Ein Twitter-Nutzer schrieb ironisch: „Genau, das Erste, woran ich denke, wenn ich an Gaga denke, sind ihre Einstellungen zum Fracking.“ Abgesehen davon verbreitet Murtough in bewährter Manier die allfälligen Fake News: Biden kritisiert zwar das Fracking, will die umstrittene Energiegewinnungsmethode allerdings nicht vollkommen abschaffen.

Prinz William, 38, soll sich im April mit dem Coronavirus infiziert, seine Erkrankung aber geheim gehalten haben, weil er „sein Volk“ nicht beunruhigen wollte. Wie das Boulevardblatt „Sun“ und die BBC berichten, sei er von den „königlichen Ärzten“ behandelt und im Familienhaus Anmer Hall isoliert worden. Der Kensington-Palast und auch das Büro Prinz Williams lehnten eine Stellungnahme ab. Dem Vernehmen nach wurde der Prinz hart von dem Virus getroffen, das Atmen soll ihm schwergefallen sein, dennoch habe er sich bemüht, keinen Zweifel an seiner Gesundheit aufkommen zu lassen – in der Zeit waren auch Prinz Charles, 71, und Premierminister Boris Johnson, 65, an Covid-19 erkrankt.

Prinz William, Herzog von Cambridge, erfüllt eisern seine royalen Pflichten.
Foto: dpa/Matt Dunham

Zur Erinnerung: Prinz Charles erkrankte im März an Covid-19 und verbrachte seine Quarantäne in Schottland, nachdem er Symptome gezeigt hatte. Der Prinz sagte später, er sei „ganz leicht mit der Krankheit durchgekommen“. Während seines ersten öffentlichen Engagements nach der Genesung gab er allerdings zu, er habe seinen Geschmacks- und Geruchssinn nicht vollständig wiedererlangt. Im April wurde Boris Johnson ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er positiv auf das Virus getestet worden war. Der Politiker wurde auf die Intensivstation verlegt und dankte später den Mitarbeitern des Gesundheitswesens für die Rettung seines Lebens: „Es hätte in beide Richtungen gehen können.“