Lady Gaga: „Ich habe einen Weg gefunden, mich selbst zu lieben.“
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Lady Gaga, 34, möchte am liebsten von der Bildfläche verschwinden, keine öffentliche Person mehr sein. In einem emotionalen Interview mit dem US-Sender CBS hat sich die Sängerin zu den Schattenseiten ihres großen Erfolgs geäußert: „Ich hasste es, berühmt zu sein. Ich hasste es, ein Star zu sein. Ich fühlte mich erschöpft und verbraucht.“ Zu schaffen machten ihr die große Aufmerksamkeit, die ihr immer nur für ihre Musik entgegengebracht wurde, es sei eine unerträgliche Last, immer nur als die Kunstfigur angesprochen zu werden, die sie auf der Bühne ist, und zugleich doch eine reale Person zu sein: „Mein größter Feind ist Lady Gaga, das habe ich gedacht.“

Die Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Stefani Joanne Angelina Germanotta heißt, sagte in dem Interview, dass sie sogar Selbstmordgedanken plagten. „Ich verstand nicht, warum ich leben sollte, außer um für meine Familie da zu sein. Das waren reale Gedanken und Gefühle, warum sollte ich hier bleiben?“ Ein Auslöser für die Gedanken seien aufdringliche Fans gewesen, die ihr im Supermarkt ein Smartphone vor das Gesicht hielten, um ein Foto zu machen. Sie habe in solchen Situationen Panik und Schmerzen am ganzen Körper gehabt. „Es ist, als wäre ich ein Objekt und keine Person.“ Verschiedene Menschen hätten sich über mehrere Jahre um sie gekümmert. Heute ginge es ihr  besser: „Ich habe einen Weg gefunden, mich selbst zu lieben.“

Prinz Charles, 71, erinnert uns in aller Form daran, dass das britische Königshaus nicht nur für den Gossip, also die allfällige, täglich aufgeführt Royal Soap Opera zuständig ist, sondern auch für andere ernste Dinge. Und so erinnert uns der Thronfolger an die Erderwärmung, den Klimawandel und die Folgen für die Menschheit. Charles hält sich derzeit in New York auf, wo die Uno an diesem Montag ihr 75-jähriges Bestehen feiert. Der Klimawandel entwickele sich „schnell zu einer umfassenden Katastrophe, welche die Folgen der Coronavirus-Pandemie in den Schatten stellen wird“, erklärte Charles. „Ohne schnelles und sofortiges Handel in beispiellosem Tempo und Ausmaß werden wir den Zeitraum der Gelegenheit verpassen“, eine bessere Zukunft zu gestalten.

Prinz Charles warnt, wir könnten die letzte Gelegenheit verpassen, unseren Planeten zu retten.
Foto: dpa/Macmillan Cancer Support

Ansonsten sagte der Prinz, was man als vernünftiger Menschen sagen muss und wendete sich gegen die sogenannten Klimaleugner oder Klimaskeptiker, gegen die Faktenbestreiter und Schönredner. Prinz Charles setzt sich schon seit vielen Jahren für Umweltbelange ein. Und auch andere Mitglieder der Königsfamilie engagieren sich in ökologischen Fragen, etwa Prinz Harry, 36, mit seiner Travalyst genannten Initiative für nachhaltiges Reisen. Allerdings sorgten Harry und noch einige anders Royals für Kritik, weil sie mit ihrem ausgedehnten – auch mal im Privatjet verbrachten – Reiseverhalten nicht gerade vorbildlich und im Sinne ihrer eigenen Agenda verhielten. Ein Gradmesser für die Glaubwürdigkeit ist nun mal die CO₂-Bilanz.

Lilo Wanders, 64, würde sich möglicherweise gern mit anderen Themen beschäftigen, kommt aber von der Corona-Pandemie nicht los – die damit verbundene Zwangspause setzt der Travestiekünstlerin sehr zu. „Corona belastet mich. Ich bin äußerlich sehr gealtert in diesem halben Jahr“, sagt Wanders. Vor allem die Unwägbarkeit mache sie „kirre“, seit Mitte März habe sie coronabedingt keine größeren Auftritte mehr gehabt. Auch eine mehrwöchige Theaterspielzeit in Braunschweig sowie eine Tour wurden deshalb abgesagt. „Damit sind rund zwei Drittel meines Jahreseinkommens weggefallen. Es ist zwar alles auf 2021 geschoben. Aber das ist schon bitter.“

Lilo Wanders, Travestiekünstlerin ohne Arbeit: Treckerfahren im eigenen Garten.
Foto: dpa/Axel Heimken

Für lange aufgeschobene Projekte hat Wanders, alias Ernie Reinhardt, die Zeit indes kaum nutzen können und kommt auf ein weiteres Thema zu sprechen: „Corona macht träge. Es ist alles so anstrengend. Eine Sache am Tag und ich bin fertig.“ Ihr bleibe nur im eigenen Garten im Hamburger Alten Land zu werkeln. „Ich habe in Corona-Zeiten gelernt, selbst den Trecker zu fahren und den Rasen zu mähen.“ Das Rumrattern mache dabei durchaus Spaß. „Das ist kontemplativ. Da kannst du ja viel denken.“ Wanders brachte mit ihrer Vox-Sendung „Wa(h)re Liebe“ Millionen Fernsehzuschauern ungefilterte Wahrheiten über Sexualität und die Pornoindustrie näher.

Und, bevor wir es vergessen: Ernie Reinhardt alias Lilo Wanders feiert am Dienstag seinen 65. Geburtstag.