Beseelt: Nena
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Demi Lovato, 28, wird in ihrem neuen Song „Commander in Chief“ politisch – und das dürfte US-Präsident Donald Trump so kurz vor den Wahlen gar nicht gefallen. Schließlich wird er als „Oberbefehlshaber“ quasi direkt angesprochen: „Commander in Chief/honestly/If I did the things you do/I couldn't sleep, seriously/Do you even know the truth?/We're in a state of crisis, people are dyin'/While you line your pockets deep/Commander in Chief/how does it feel to still/Be able to breathe?“

Die US-Sängerin fragt also, wie es sich anfühle, noch atmen zu können, während das Land in einer Krise versinke und Menschen sterben. Sie an seiner Stelle könne nicht mehr ruhig schlafen, hätte sie die Dinge getan, die er tat. Weniger als drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl verurteilt Lovato mit ihrem Song Trumps Umgang mit der Corona-Pandemie und den Anti-Rassismus-Protesten. Oft habe sie sich gewünscht, Trump direkt mit Fragen zu konfrontieren, doch am Ende habe sie sich dafür entschieden, diese Fragen in einen Song zu packen, damit alle Welt sie hören könne, sagte Lovato dem Sender CNN.

Lovatos neuer Song „Commander in Chief“.

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Somit müsste Trump nicht nur ihr, sondern allen Leuten antworten. Sie forderte ihre Fans auf, wählen zu gehen, egal ob sie Republikaner oder Demokraten seien. „Bitte gebt eure Stimme ab“, schrieb sie auf Instagram zu einem Schwarz-Weiß-Porträt, auf dem sie eine Schutzmaske mit der Aufschrift „Vote“ trägt.

Lovato, ein früherer Disney-Star, ist seit 2008 als Sängerin erfolgreich. Im Laufe ihrer noch jungen Karriere hat sie bereits mehr als 42 Millionen Tonträger verkauft. Ihre Songs erhielten zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen. Auch für ihren offenen Umgang mit psychischen Problemen bekam Lovato viel Anerkennung. 

Nena, 60, hat mitten in der Corona-Zeit eine neue Platte auf die Beine gestellt: Am Freitag erscheint ihr Album „Licht“, dessen Songs eigentlich Gelassenheit und innere Ruhe verbreiten sollen. Doch von Ruhe kann gar nicht die Rede sein. Für viel Aufregung im Netz sorgt stattdessen ein aktueller Instagram-Post der Popsängerin, in dem sie schreibt: „Ich habe meinen tiefen Glauben an Gott. Daher kommt mein Vertrauen ins Leben. Und ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt. Und so ist es mir möglich, mich nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen zu lassen. Lasst uns ins Licht gehen und für die Liebe stehen, denn trotz allem Wahnsinn, den wir hier erleben, glaube ich und weiß, dass der positive Wandel nicht mehr aufzuhalten ist.“

Eine seltsame Botschaft, die manche Fans und viele Twitter-Kommentatoren verwirrt, obwohl man die esoterische Ader der in Hamburger lebenden Sängerin ja durchaus kennt. Doch die Tatsache, dass Gesangskollege Xavier Naidoo den Beitrag mit gefalteten Händen und Herz-Emoji bedacht hat, und Nena daraufhin wiederum ein Herz-Emoji und einen Smiley mit Heiligenschein springen ließ, sorgte für zusätzlichen Zündstoff. Der Mannheimer Sänger tauchte zuletzt immer wieder im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien auf. Und Nena gibt mit ihrem Text zumindest zu verstehen, dass sie den Corona-Maßnahmen in Deutschland kritisch gegenübersteht, auch wenn sie die Pandemie nicht direkt erwähnt. Die beiden Musiker kennen sich allerdings schon länger, unter anderem trafen sie sich 2016 im Rahmen der Vox-Show „Sing meinen Song“.

„Erst Naidoo, danach Hildmann, dann der Wendler, nun Nena... Wenn das so weitergeht, verlieren wir in Deutschland unsere komplette intellektuelle Elite“, twitterte der Journalist und Autor Lorenz Meyer. Von ihren Anhängern erhielt die Sängerin, die seit mehr als 40 Jahren auf der Bühne steht und der mit „Nur geträumt“ und „99 Luftballons“ Anfang der 80er-Jahre der Durchbruch gelang, aber auch viel Zustimmung. Eine Userin schrieb: „Größten Respekt, Nena. Ich bin stolz, dass nun die ersten Promis aufstehen. Danke für deine ehrlichen Worte!“

Barbara Broccoli, 60, weiß nach eigenem Bekunden noch nicht, wer der nächste James Bond sein wird. Und scheinbar will sich die Bond-Produzentin mit der Frage nach einem Nachfolger von Daniel Craig auch noch gar nicht beschäftigen. Broccoli dementierte Gerüchte, der nächste Geheimagentendarsteller stehe bereits fest. „Ich sage immer, man kann nur eine Person zur Zeit lieben“, sagte Broccoli dem britischen Magazin „Total Film“. Wenn der neue Film draußen sei, werde etwas Zeit vergehen, „und dann werden wir uns mit der Zukunft beschäftigen müssen. Aber momentan können wir nur an Daniel denken.“

Das Team vom James-Bond-Film „Spectre“: Daniel Craig, Barbara Broccoli und Sam Mendes (von links).
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Der 52-jährige Craig hatte angekündigt, dass der kommende Film „No Time To Die“ sein letzter Einsatz werden wird. In britischen Medien und bei professionellen Wettanbietern wurden in den vergangenen Monaten immer wieder unterschiedliche Kandidaten gehandelt. Sicher ist laut Broccoli aber nur, dass es keine Frau werden wird. „Wir sollten neue Rollen für Frauen schaffen, anstatt einfach einen Mann in eine Frau umzuwandeln“, sagte sie und beendete damit auch Spekulationen, dass Schauspielerin Lashana Lynch die Rolle von Craig übernehmen wird.

Barbara Broccoli ist die Tochter des 1996 verstorbenen Filmproduzenten Albert R. Broccoli, der die erfolgreiche Filmreihe 1962 gestartet hatte. Broccoli produziert die Bond-Filme seit 1995 gemeinsam mit ihrem Halbbruder Michael G. Wilson. „No Time To Die“ ist der 25. James-Bond-Film, er soll nach mehreren pandemiebedingten Verschiebungen nun am 31. März 2021 in die deutschen Kinos kommen.