Ob es einem passt oder nicht: Die Linke repräsentiert die bürgerliche Mitte in Thüringen. Deshalb gewann sie die Wahlen. Allerdings haben die das immer gleiche herunterbetenden Berliner Spitzen dieser Partei daran keinerlei Anteil – egal, ob sie Wagenknecht oder Bartsch heißen, Riexinger oder Kipping. Denn im Unterschied zu diesen tut sich der Chef der thüringischen Linken weder als ewiger Rechthaber noch als antikapitalistischer Wunderheiler hervor, sondern als prinzipiengebundener Pragmatiker. Das brachte Bodo Ramelow den Sieg: In 38 von 44 Wahlkreisen erhielt seine Partei die meisten Zweitstimmen. Sensationell! Zumal Ramelow im Herbst 2015 Flüchtlinge hilfsbereit und auf Arabisch im Bahnhof Saalfeld willkommen hieß und damit gezeigt hat, dass solche menschlichen Gesten auch in einem ostdeutschen Bundesland honoriert werden.

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