Dass Schaubühnen-Star Lars Eidinger ein Faible für Musik hat, wissen wir spätestens seit seinen Auftritten als DJ. Dabei sorgt allerdings weniger seine Song-Auswahl für Aufsehen als sein Hintern, den er während seiner Sets gerne mal entblößt.  So geschehen 2016 bei der Berlinale-Party "Festival Night", für deren Beschallung er auch in diesem Jahr wieder gebucht wurde. Am vergangenen Freitag in der Gendarmerie legte Eidinger trashigen Mainstream Pop auf und enttäuschte dort alle, die nur da waren, weil sie auf eine Nacktszene mit ihm gewartet hatten: "Ich weiß genau was ihr wollt, aber das gibt es diesmal nicht!"

Fans des Schauspielers und seiner musikalischem Eskapaden kommen nun trotzdem auf ihre Kosten, denn der 41-Jährige hat eine neue Rolle. Nach Auftritten als "Tatort"-Psychopath, Theater-Hamlet, "Terror"-Verteidiger, schrulliger Historiker ("Die Blumen von gestern") und als Grusel-Nazi (in der britischen Serie „SS-GB“, die gerade auf der Berlinale Premiere feierte) ist er nun als Keytar-Spieler im Musikvideo von Yung Hurns neu gegründeter Love Hotel Band zu sehen. Pünktlich zum Valentinstag wurde der Clip zu ihrer ersten Single „Diamant“ veröffentlicht.

Vokuhila und weiße Tennissocken

Wie die anderen Bandmitglieder auch trägt der Charlottenburger für den Neo-Schlager eine hochgekrempelte weiße Jeans zu weißen Tennissocken in schwarzen Lackschuhen, mit denen er lasziv auf einem roten Plüschteppich herumtrippelt, das Hemd weit aufgeknöpft. 

Zu scheußlichem Synthie-Sound haucht der Wiener Rapper und Wahlberliner Yung Hurn „Baby, Du glitzerst wie ein Diamant“ in die Kamera, Lars Eidinger weint dazu glitzernde Tränen. „Direkt in meiner Bumsplaylist gelandet“, kommentierte ein Zuschauer den Song bei Youtube. Wir sagen: Achtziger-Retro vom Feinsten!  Und freuen uns auf das erste Live-Konzert, dann bitte mit Eidingerscher Vokuhila-Frisur.