Auch schön: Die Karikaturen von Harry und Meghan aus der britischen Puppensatire „Spitting Image“.
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Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, sorgen mit ihrem Netflix-Deal weiterhin für Unruhe. Klar scheint im Moment nur zu sein, dass sie für den Streaming-Dienst politisch engagierte, dem guten Zweck dienende, familien- und kinderfreundliche Filme produzieren werden, dass sie dafür eine eigene Produktionsfirma gegründet haben und dass sie mit dem Deal etliche Millionen Dollar verdienen werden. Zu den bereits bei Netflix veröffentlichten Filmen gehörte Harrys Dokumentation über die Invictus Games, eine paralympische Veranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, die von dem Prinzen 2014 ins Leben gerufen wurde. Ist es vorstellbar, dass er bei dieser „Herzensangelegenheit“ sein caritatives Engagement beendet?

Die britische Sunday Times behauptet genau das: Harry und Meghan sollen ihre Spendengala bei den Invictus Games überraschende abgesagt haben. Der Grund habe mit dem Netflix-Deal zu tun: Die riesige, für den Juni 2021 im kalifornischen Hollywood-Bowl geplante Veranstaltung, bei der Stars wie Beyoncé und Ed Sheeran angekündigt sind und die wohl eine gute Million Dollar an Spendengeldern eingebracht hätte, werde nicht von den beiden Post-Royals moderiert, weil das Fundraising-Event bei Amazon ausgestrahlt wird, Harry und Meghan aber nun bei Netflix unter Vertrag stehen – Amazons großem Konkurrenten. Die böse Pointe: Die Sussexes lassen die Veteranen für ein paar lumpige Millionen im Stich.

Es könnte allerdings auch sein, dass hier nur böse Stimmung gegen die beiden gemacht wird. Wie die Sunday Times weiter schreibt, seien die Mitarbeiter der Invictus-Stiftung „fassungslos“ gewesen, als ihnen Harrys und Meghans Entscheidung per Anwalt mitgeteilt worden sei. Vollkommen anders nimmt sich demgegenüber ein Invictus-Sprecher aus: Die Spenden-Veranstaltung sei wegen der Corona-Pandemie ohnehin verschoben worden – diese Entscheidung habe also mit dem Netflix-Deal der Sussexes nichts zu tun … Wie auch immer die Geschichte weitergeht, Harry und Meghan stehen auch als Post-Royals unter der strengen, bisweilen aggressiven Beobachtung des britischen Boulevards.

Papst Franziskus, 83, spricht ein Machtwort: Schluss mit dem Klatsch und dem Geschwätz! Das katholische Kirchenoberhaupt empört sich über die offenbar weit verbreitete Unsitte: „Wenn wir einen Fehler, Mangel, einen Ausrutscher bei jemandem sehen, ist das Erste, was uns einfällt, es anderen zu erzählen.“ Das aber, greift der Pontifex tief in die Theologenschatulle, habe böse Folgen: „Der Tratsch beschädigt die Gemeinschaft der Kirche, das ist der Teufel, der Lügner, der die Kirche spalten will.“ Und wo Gottes Stellvertreter auf Erden schon mal beim Erzbösen ist, fällt ihm auch noch das hier ein; „Klatsch ist eine schlimmere Plage als Covid.“ Ein kulturkritischer, zeitdiagnostischer Rundumschlag aus Rom.

Maya Thuman-Hawke, 22, spricht über sich selbst und plaudert dabei durchaus Intimes und Privates aus. Ist das schon Geschwätz oder Klatsch? Die Tochter der Hollywood-Schauspieler Ethan Hawke und Uma Thurman hat als Kind wegen einer Leseschwäche eine spezielle Schule besucht. „Ich habe lange gebraucht, um Lesen zu lernen, und ich bin noch immer eingeschränkt“, vertraute die Nachwuchsschauspielerin („Stranger Things“, „Once Upon a Time in Hollywood“) in einem Interview dem Radiosender National Public Radio an. Sie leide jedoch nicht unter ihrer Lernschwäche: „Ich würde sagen, sie ist in vielen Punkten einer der großen Segen meines Lebens.“

Maya Thurman-Hawke: „Ich habe lange gebraucht, um Lesen zu lernen.“
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