Ein zweifaches „Fuck off!“ charakterisiere ihre Haltung, so Mona Eltahawy am Sonntagabend im Haus der Berliner Festspiele. Das eine richte sich gegen Islamophobie, das andere gegen islamische Sexisten. Die in Ägypten geborene, in England und Saudi-Arabien aufgewachsene Journalistin beschrieb ihren Spagat zwischen den Fronten in deftigen Worten. Ihre Wut sei ihr wichtig, sagte sie, denn fluchende Frauen sind immer noch die Ausnahme. Sie ist schon länger im Geschäft, schreibt u. a. für die New York Times und ist Gastkommentatorin bei CNN, Al-Dschasira oder BBC. 2011 wurde sie in Kairo inhaftiert und misshandelt, war aber auch in New York verhaftet, weil sie ein islamfeindliches Plakat übersprühte. Im Mai erschien bei uns ihr Buch: „Warum hasst ihr uns so? Für die sexuelle Revolution der Frauen in der islamischen Welt.“

Bei der Diskussionsrunde „Zur Lage des Feminismus“ saß neben ihr die Engländerin Laurie Penny. Mit ihren Blogs, den Büchern „Fleischmarkt“ und „Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution“ traf Penny besonders bei jüngeren Frauen einen Nerv. Im Internet und in der Wirtschaftskrise groß geworden, hat sie einen scharfen Blick für die ökonomische Dimension der Geschlechterfrage und jede Menge Erfahrungen mit Online-Sexismus.

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