Daniel Blumberg.
Foto: Steve Gullick

Berlin - Seine Reifeprüfung hat Daniel Blumberg schon vor zwei Jahren mit dem letzten Album „Minus“ abgelegt. Auf dem nun folgenden „On & On“ vertieft und verdichtet der 1990 geborene Londoner eindrucksvoll die musikalischen Motive und Verfahrensweisen, die er auf „Minus“ erprobt hatte: Man hörte einigermaßen klassisch gefügte Songs in Stadien der Auflösung, er stürzte sie gewissermaßen musikalisch ins Siechtum und schaute, wo der Punkt lag, an dem sie kaputt gehen würden.

Blumberg bewies, dass man auch in diesen ergebnisorientierten Zeiten durch Rumprobieren, Neugier und Offenheit erfolgreich sein kann – vielleicht nicht unbedingt in messbaren Zahlen, aber dafür künstlerisch. Spannend war „Minus“ aber auch, wie man nun sieht, als Moment, in dem Blumberg ernsthaft eine Karriere begann, die bis dahin schon eine zehnjährige Abfolge von Anfängen war. Blumberg hat schon 2005 mit einer Indierockband namens Cajun Dance Band begonnen, die zwar weder mit Cajun noch Dance viel zu tun hatte, aber sogleich einen Vertrag beim Major-Indie XL bekam. Seither veröffentlichte er projektweise Alben mit David Berman (Silver Jews) und David Wagner (Lambchop), spielte mit Neil Hegarty (Royal Trux) als Hebronix, und gründete die Postrocker Yuck, die er 2013 verließ, als die Band nach dem ersten Album so richtig in die Gänge kam.

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