BerlinSpätestens am ersten Adventswochenende ist es an der Zeit, die alljährliche Weihnachtsdekoration anzubringen. Funkelnde Lichterketten im Fenster, illuminierte Rentiere nebst Schlitten im Vorgarten, Weihnachtssterne an der Haustür – erlaubt ist, was gefällt und was die Stromrechnung zulässt. Auch und gerade im Corona-Jahr. Wer noch auf der Suche nach Inspiration ist, dem empfehlen wir einen Blick auf prominente Dekorateure und ihre vorweihnachtlichen Kreationen. Sechs blinkende Beispiele, wie man es machen kann – oder vielleicht auch lieber nicht?

Mit politischer Botschaft: Fehlende Ambitionen können Melania Trump nun wirklich nicht nachgesagt werden. Den pompösen, von Spöttern gern als neureicher Tand verunglimpften Weihnachtsarrangements im Weißen Haus, die sie als First Lady der USA zu verantworten hatte, waren stets politische Botschaften vorangestellt. Das Thema von 2019 etwa lautete „The Spirit of America“ und war gedacht als eine „Hommage an die Traditionen, Bräuche und die Geschichte, die unsere Nation großartig machen“. Damit nahm sie den Schlachtruf ihres Mannes auf – „Make America great again“ – und beschwor den „Geist“ der Nation, namentlich die „hart arbeitenden Menschen“ im Lande, die kleinen, kaum beachteten Leute, denen sich Donald Trump ja immer wieder als Retter empfahl. Und doch war etwas falsch an Melanias Weihnacht: In den regierungsoffiziellen Bildern stolzierte sie wie die einsame Eisprinzessin Elsa aus dem Disney-Film durch die kalte Pracht des Weißen Hauses.

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