Lewis Hamilton engagiert sich in der Black-Lives-Matter-Bewegung.
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Lewis Hamilton (35) war uns bislang als Mann bekannt, der mit einiger Verve zwar, aber doch recht folgsam mit seinen Autos im Kreis fuhr. Doch nun hat der Formal-1-Weltmeister endlich in eine neue Rolle gefunden, gewissermaßen die Handbremse gelöst: Bei Instagram postete er ein Foto von einer Anti-Rassismus-Demonstration in Bristol, bei der die Statue eines englischen Politikers vom Sockel gestoßen und sodann in einem Hafenbecken versenkt wurde; dabei handelte es sich um Edward Colston (1636-1721), ein Kaufmann, Sklavenhändler, Abgeordneter und Philanthrop, wie Wikipedia uns aufklärt. „Unser Land hat einen Mann geehrt, der afrikanische Sklaven verkauft hat! Alle Statuen von rassistischen Männern, die Geld mit dem Verkauf eines Menschen verdient haben, sollten abgerissen werden“, schrieb Hamilton nun zu seinem Post. Der Mercedes-Pilot hatte sich zuletzt mit emotionalen Aufrufen in die Debatte nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einer Polizeiaktion in den USA eingeschaltet. So hatte er das Schweigen in der Formel 1 zu den Anti-Rassismus-Protesten kritisiert und den Motorsport als „von Weißen dominiert“ bezeichnet. Mehrere Formel-1-Kollegen und Teams solidarisierten sich daraufhin mit Hamilton und der „Black Lives Matter“-Bewegung.

Samy Deluxe (42) hat mit „I Can't Breathe“ einen neuen Song veröffentlicht, in dem er direkt Bezug nimmt auf den Mord an dem Afroamerikaner George Floyd durch einen amerikanischen Polizisten. „Keiner scheint uns zuzuhören“, singt der Hamburger Rapper da, „wenn wir sagen: Ich und viele meiner Leute können nicht atmen.“ In dem bei YouTube veröffentlichten Video sind Demonstranten mit Plakaten, ein Polizeiwagen mit blinkender Sirene und ein brennendes Haus zu sehen. „I can't breathe“ (Ich kann nicht atmen) waren die letzten Worte von George Floyd, als ihm ein weißer Polizist sein Knie in den Nacken drückte. Er starb bei dem brutalen Polizeieinsatz am 25. Mai in Minneapolis.

Beyoncé (38) hat den Jugendlichen in den USA in einer Rede an die Abschlussklassen für ihren Einsatz gegen Rassismus gedankt. Die US-Sängerin war eine von mehreren Prominenten, die sich am Sonntag in der virtuellen Abschlussfeier des Onlinedienstes YouTube unter dem Motto „Lieber Jahrgang 2020“ an die Absolventen der Highschools und Colleges wandten – unter anderem beteiligten waren auch Alicia Keys, Katy Perry und Taylor Swift. Beyoncé bezog sich in ihrer Rede auf den Tod des Afroamerikaners George Floyd und bedankte sich für die rege Teilnahme an den Protesten gegen Rassismus. „Danke, dass ihr eure kollektive Stimme nutzt, um die Welt wissen zu lassen, dass schwarze Leben zählen“, sagte sie. „Mit euch, dieser neuen Generation von Highschool- und College-Absolventen, die wir heute feiern, hat echte Veränderung begonnen.“