BerlinLitauen wird allzu oft als europäische Peripherie wahrgenommen, gar zum bloßen Nachfolgstaat der Sowjetunion reduziert. Doch Litauen hat unmittelbar mit uns zu tun,  hier konzentriert sich, wie auch in den anderen Ländern des Baltikums, europäische Geschichte und Gegenwart. Bereits seit zehn Jahren arbeitet das relativ kleine Festival „Litauisches Kino goes Berlin“ gegen die Klischees an. Vier Langfilme stehen diesmal im Zentrum, daneben gibt es Kurzfilme sowie eine Mini-Retrospektive mit drei Wiederentdeckungen aus sowjetischer Zeit. In Kooperation mit dem Festival in Cottbus wird ein Online-Seminar zu Tendenzen des litauischen Films ausgerichtet. Weitere Programmteile können direkt über die Webseite des litauischen Filmfonds wahrgenommen werden.

Unter den aktuellen Beiträgen finden sich mehrere international preisgekrönte Filme. Die Strafvollzugs-Studie „Exemplary Behaviour“ (Gute Führung) erzählt von der Hoffnung zweier zu lebenslanger Haft Verurteilter auf Entlassung. In San Sebastian wurde der Tanz-Spielfilm „Invisible“ (Unsichtbar) ausgezeichnet: Hier entspinnt sich ein komplexes und ästhetisch reizvolles Rache-Epos um Lebenslügen und Eifersucht sowie um Bigotterie in der katholischen Kirche.

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