Er ist alt für einen Asylbewerber, Mitte 60, Rentenalter in Großbritannien. Aber als er erfährt, dass man ihm wohl Zuflucht gewährt, wenn sein Leben bedroht ist, sieht er nur den Weg, diesen Neubeginn zu versuchen. „Dies hier ist etwas für junge Männer, dieses Asyl-Spiel“, sagt Kevin Edelman zu ihm, Beamter am Flughafen Gatwick, „denn es geht doch eigentlich nur darum, in Europa Arbeit und Wohlstand zu finden, oder? Da geht es doch nicht um Moral, sondern nur um Gier.“ Edelman redet viel, obwohl er davon ausgehen muss, dass sein Gegenüber, „Mr. Shabaan“, ihn nicht versteht. Shabaan hat geschwiegen, seit sein Flug in London gelandet ist, so getan, als könne er kein Englisch, denn so lautete der Rat des Mannes, der ihm das Ticket besorgt hat. Nur zwei Wörter sagt er schließlich: „Flüchtling“ und „Asyl“.

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