Berlin - Im Oktober 1923 verlangte ausgerechnet der Demokrat und Republikaner Heinrich Mann für Deutschland eine Diktatur. Fünf Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges schien die Zeit dafür gekommen: Die Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Truppen Anfang des Jahres, die Hyperinflation, die den Staat fast in den Ruin, den Mittelstand in den Abgrund und die Arbeiter ins Elend gestoßen hatte, Streiks, Hungeraufstände, Sabotageaktionen, die Versuche der Kommunisten und der Rechtsextremisten, das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen, hatten die Republik in ihre gefährlichste Krise geführt.

Foto: Imago
Heinrich Mann (1871–1950).

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