Sie hätte das Gewehr nehmen können, schreibt Angelika Klüssendorf, „entschied sich aber für die Axt“. Das unerhörte Ereignis, auf dem ihr neuer Roman aufbaut, geschieht bereits auf Seite 18. Hilde lässt am Silvesterabend die Axt auf den Schädel ihres Mannes Walter sausen. Danach geht sie tanzen und verschwindet. Walter aber bleibt im Buch, er bleibt auch in seinem Dorf im deutschen Osten anwesend. Wie in diesem Roman, der mit dem Titel „Vierunddreißigster September“ auf Unwirkliches verweist, sich dennoch die Verhältnisse der Gegenwart spiegeln, das ist schon sehr besonders.

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