Man kann sich selten auf die Zeitläufte verlassen. Spätestens, als Klaus Theweleit 1977 seine „Männerphantasien“ veröffentlichte, schien es mit dem Autor Ernst Jünger ein für allemal vorbei zu sein. Zu eindeutig war die Diagnose des soldatischen Mannes mit seinem Körperpanzer, der vollkommen der Lächerlichkeit preisgegeben wurde, und die schwülstige, pathetische Sprache. Doch was geschah? 18 Jahre später feierte Jünger seinen 100. Geburtstag, und flugs machten Bundespräsident Herzog und Bundeskanzler Kohl dem greisen Mann ihre Aufwartung. Parallel dazu brachte vor allem der von Jünger imaginierte solitäre „Waldgänger“ etliche instinktgetriebene Feuilletonisten dazu, Jünger als Jahrhundertfigur wiederzuentdecken.

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