Berlin - Am 22. Dezember 1939 prallten im Bahnhof von Genthin zwei Züge ineinander. Fast zweihundert Menschen starben, etwa hundert Verletzte gab es. Eine der Verletzten ist Carla, der Mann neben ihr, der Italiener Giuseppe Buonomo, stirbt. Carla wird sich als seine Frau ausgeben, obwohl sie mit einem Juden aus Neuss verlobt ist. Es ist ein Zufall, der Carlas Leben ändert, der eine Dreiecksgeschichte bestimmt, die ein nachgeborener Erzähler rekonstruiert. Gert Loschütz erzählt davon in seinem Roman „Besichtigung eines Unglücks“, er entwickelt aus historischen Fakten und der Geschichte seiner Familie ein meisterhaftes Erzählgeflecht. Nicht ohne Grund hat er ein Zitat Uwe Johnsons vorangestellt: Wie dieser behält Loschütz im Privaten die gesellschaftlichen Abläufe mit im Blick, bis ins kleinste Detail. Dafür wird er nun mit dem Wilhelm-Raabe-Preis ausgezeichnet.

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