Berlin - Wellenrauschen, Sand und Sonne findet man durchaus in diesem Buch, das laut Untertitel „über den Strand“ erzählt. Doch ist dies keine zum blinzelnden Träumen auf der Matte über Muscheln verleitende Lektüre, sondern ein Werk mit beglückendem Tiefgang. Sozusagen das Buch für die Vor- und Nachbereitung der Urlaube. Bettina Baltschev begibt sich „Am Rande der Glückseligkeit“ (so der eigentliche Titel) auf eine Reise zu den Stränden Europas: Scheveningen, Brighton, Ostende, Utah Beach, Hiddensee, Ischia, Benidorm und Lesbos. Der Meeresstrand ist immer das letzte Stück (der Rand) Land vorm Wasser, in Baltschevs Lesart kann man dabei viel über Europa erfahren. Das Wort „Lesart“ passt hier gut, weil die Autorin sich meist von der Lektüre her nähert, sie hat literarische Paten für die Strände.

In Brighton zum Beispiel hat sie Jane Austen im Kopf, schaut mit den Augen der Bennett-Frauen aus „Stolz und Vorurteil“ Richtung Meer. „Ein wenig Baden im Meer würde mich für immer kräftigen“, sagt die Mutter einmal. Wie Badekultur und Tourismus die Küste veränderten, lässt sich Baltschev von einem Historiker zeigen. Das ist alles harmlos im Vergleich zum zugebauten Benidorm an der Costa Blanca.

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