Berlin - Seit einigen Jahren hat die Wiederentdeckung des amerikanischen Autors James Baldwin begonnen, mit begeistertem Echo. „Ein anderes Land“, das jetzt auf Deutsch herauskommt, wird vom Verlag dtv nun als sein „explizitester Roman“ angepriesen, als ein Plädoyer für ein intensives, widerständiges Leben. Wir fragen deshalb Miriam Mandelkow, die dieses Buch übersetzt hat, wie auch die anderen Neuausgaben: Was macht diesen Roman wichtig für die Gegenwart?

Es liegt nahe zu antworten, Baldwins Werke seien „leider noch immer erschütternd aktuell“ – natürlich sind sie das, aber ein guter Roman ist zunächst mal nicht leider, sondern zum Glück zeitlos. In „Ein anderes Land“ erzählt James Baldwin von den letzten Stunden des Jazzschlagzeugers Rufus im New York der späten Fünfzigerjahre und macht die Erzählung durch ihre musikalische Struktur gewissermaßen selbst zum Jazzstück. Darin spielt er verschiedene Beziehungskonstellationen durch, Möglichkeiten des Seins und Liebens in einer rassistischen Gesellschaft – Unmöglichkeiten also.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.