In Porträts von Schauspielern heißt es manchmal: Er oder sie ist bekannt als die deutsche Stimme von ... Das liegt daran, dass hierzulande fremdsprachige Filme traditionell synchronisiert werden. Manche sind auf diese Weise sogar berühmt geworden, etwa Christian Brückner, als Sprecher von Robert de Niro. Dass er auch gelegentlich Gary Oldman, Gérard Depardieu und Robert Redford seine Zunge lieh, vernachlässigen wir hier mal.

Brückner kann alles sprechen, seine Hörbuchfassungen von Romanen klingen angenehm im Ohr. Er setzt die richtigen Pausen, weiß, wann er leiser oder lauter zu werden hat. Auch zahlreiche Schauspieler, die auf den Bühnen oder im Fernsehen zu sehen sind, interpretieren Hörbücher besser, als die Autoren es selbst könnten. Sie haben gelernt, ihre Stimme als Instrument zu benutzen. Und so liest etwa Eva Mattes die Romane von Elena Ferrante und Fernando Aramburu vor. Robert Stadlober interpretiert Astrid Rosenfeld und Bov Bjerg. Die Beispiele zeigen: Bei Hörbüchern scheint es nicht so wichtig zu sein, ob eine weibliche oder männliche Stimme in die Ohren bringt, was eine Frau oder ein Mann geschrieben hat.

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