„Ich setze Ivan aufs Bett, damit er zu dir krabbeln kann und er das Erste ist, was du siehst, wenn du die Augen aufschlägst.“ Carolina Setterwall richtet ihre Worte direkt an ihren Partner Aksel. Ihr Sohn ist heute ziemlich munter, die Katze tapst in der Wohnung herum. „Guten Morgen, Papa“ – doch die folgende Reaktion ist ungewöhnlich. Aksel rührt sich nicht. „Irgendetwas ist mit deiner Hautfarbe ...“ Es dauert einige Sekunden, bis Setterwall merkt: Mein Freund ist tot.

Was dann passiert, beschreibt die heute 43-Jährige in ihrem gerade erschienenen Debütroman „Betreff: Falls ich sterbe“ sehr nüchtern: Den Anruf beim Rettungsdienst, die Fragen der Polizisten, die Freunde, die ankommen, und das Gefühl, plötzlich keine Familie und kein Zuhause mehr zu haben. Wo in Büchern wie Cecelia Aherns Besteller „P.S. Ich liebe Dich“ Trauer und Verzweiflung mit Adjektiven und Bildern geschmückt werden, hängen sie bei Setterwall oft zwischen den Zeilen („Ich habe immer noch nicht geschlafen, seit du gestorben bist“).

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