Adélaïde Berthel ist Single. Froh, den Mann los zu sein, der ihr lästig geworden war, möchte sie das Alleinsein genießen. Aber nur kurz. Bald sollte da wieder ein Mann in ihr Leben treten. Gelegenheiten dürfte sie viele haben. Adélaïde betreut Autoren in einem großen Verlag, besucht mit ihnen Messen und Literaturfestivals, kümmert sich darum, dass die Medien auf sie aufmerksam werden, Interviews machen, Porträts schreiben, die Bücher besprechen. Geht es nach ihrem Chef, hat Adélaïde auch dafür zu sorgen, dass die Schriftsteller Preise bekommen, am besten den Prix Goncourt, denn der garantiert eine verkaufte Auflage von rund 300.000 Exemplaren. „Das synthetische Herz“ von Chloé Delaume hat zwar nicht den Goncourt bekommen, aber immerhin den renommierten Prix Medicis und wurde auch ein Bestseller in Frankreich. Es ist der Roman über Adélaïde Berthel „eine Frau wie viele andere“, so die Erzählstimme, „die mit sechsundvierzig Jahren die Aura verschwinden sieht, die sie einst als junges Mädchen hatte“.

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