Es hat schon etwas für sich, in den Schweizer Bergen vermeintlich für Daniel Kehlmann gehalten zu werden und bei dieser kuriosen Verwechslung einfach mitzuspielen. Dass Christian Kracht in seinem neuen Werk „Eurotrash“ gerade von dieser Episode erzählt, mag auf den ersten Blick wenig spektakulär anmuten. Zumal sich diese Passage doch in einen ganzen Reigen anekdotischer Miniaturen fügt.

Auf den zweiten verrät diese Begebenheit jedoch Beachtliches über die Ambition des Romans, der wie so viele andere Texte des Kultautors Kracht Spuren zur Kulturgeschichte legt. In diesem Fall zum Roman „Die Vermessung der Welt“. Schildert Kehlmann hierin die abenteuerliche Expedition des Alexander von Humboldt durch südamerikanischen Dschungel, so erweist sich Krachts Trip durch die beschauliche Alpenkulisse von Anfang an als Reise durch verworrenes Gebiet – vor allem in seelischer Hinsicht.

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