Peggys Vater ist Mitglied der „North London Retreaters“. Es ist das Jahr 1976 und haarige, ernst dreinblickende Männer treffen sich regelmäßig bei James Hillcoat, weil sie die „verdammte Apokalypse“ erwarten: „den Russen“ und seine Atombomben, verseuchtes Grundwasser, womöglich auch marodierende Horden nach einer Weltwirtschaftskrise. Peggys Vater schreibt Listen, legt im Keller Vorräte an. Er zeltet mit seiner Tochter und zeigt ihr, wie man Eichhörnchen in Schlingen fängt und zubereitet, wie man Brennnesseln trocknet und zu einem dünnen Seil dreht. Er drillt die Achtjährige wie beim Militär. Auf das Signal seiner Trillerpfeife hin muss sie in Minutenschnelle einen Rucksack packen und in den Keller rennen. Peggys Mutter Ute, eine deutsche Konzertpianistin und acht Jahre älter als ihr Mann, ignoriert James' Seltsamkeiten, zuckt bloß mit den Schultern, geht auf wochenlange Konzertreisen.

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