Liebe Leserinnen und Leser, die Sie den neuen Roman von Orhan Pamuk zur Hand nehmen, versuchen Sie ein Experiment. Statt der im Titel des Buches vermerkten Krankheit – „Die Nächte der Pest“ – denken Sie sich „Corona“ und Sie werden beim Lesen merken: Das ist ein hochaktueller, brisanter Stoff. Es gibt etliches, was aus den vergangenen zwei Jahren vertraut ist, die Schließung von Läden, Ansteckung und Verdacht, den besorgten täglichen Blick auf die Zahl der Toten. Der Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hat den Corona-Roman geschrieben, könnte man also meinen. Die türkische Originalausgabe erschien allerdings bereits im März 2021. Pamuk notiert üblicherweise am Ende seiner Bücher die Entstehungszeit, hier: „2016–2021“. Er ist nicht nur ein großer Erzähler, er ist auch ein Visionär.

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