Die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton schreibt in ihren 2017 erschienenen Memoiren, dass Bill Clinton ihr zuerst zwei erfolglose Heiratsanträge gemacht habe. Erst beim dritten Mal sagte sie ja. Und sie würde es heute wieder tun. Was wäre aber geschehen, hätte die damalige Hillary Rodham einfach nein gesagt und Bill Clinton nicht geheiratet? Wenn sie nicht First Lady geworden wäre, seine ganzen Skandale nicht mitgetragen hätte? Und wenn sie dann mehrere Jahre später nicht gegen Donald Trump angetreten wäre, um dann die US-Präsidentschaftswahl zu verlieren? Die US-amerikanische Schriftstellerin Curtis Sittenfeld setzt sich in ihrer Alternativweltgeschichte „Hillary“ mit solchen Gedankenspielen auseinander und liefert einen unwiderstehlich lesbaren Roman, der gut in unsere Zeit passt.

Curtis Sittenfeld geht nicht von der Gegenwart aus. Und sie schafft es, sich im Verlauf immer weiter von der realen Person zu lösen. „Rodham“ ist der Roman im Original betitelt, was den Unterschied zur Hillary, wie man sie kennt, noch stärker herauskehrt. „Die Entscheidung, ob ich gehen oder bleiben sollte, hatte auf Messers Schneide gestanden; es hätte wirklich so oder so ausgehen können“ sagt Hillary Rodham im Roman zur Wahl über eine gemeinsame Zukunft mit Bill Clinton.

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