Berlin - Vielleicht sollte man sich zum Lesen als Hintergrundmusik eine Jazzscheibe auflegen. Klar doch, in Vinyl. „Let’s get lost“, singt und spielt Chet Baker. Verloren gehen in jemandes Armen. Und was auch immer die anderen denken, verraten wir der Welt, in welch verrückter Stimmung wir uns gerade befinden. Ein Jazz-Klassiker als trotzig-selbstbewusste Rückzugsgeste.

David Wagner aber muss dann immer noch einmal los, nach draußen. Verloren gehen vorm Plattenspieler ist seine Sache nicht. „Verlaufen in Berlin“ hat denn auch nicht wirklich etwas mit der Chet-Baker-Stimmung zu tun. Verlaufen ist Wiederfinden. Menschen aus der Nachbarschaft zum Beispiel, die ihm so lieb geworden sind, dass er ihnen durch Beschreibung nicht zu nahe treten möchte. Aber wenn dann auf den ersten Schritt der nächste folgt, tauchen sie auf, die Passanten, die so tun, als seien sie immer schon dagewesen.

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