Beim Entwerfen eines Plots scheint der Film- und Fernsehregisseur Florian Gottschick keine Skrupel zu kennen. Für sein Romandebüt „Henry“ soll es Kindesentführung sein. Sie vollzieht sich allerdings aus Versehen, weil die zwölfjährige Henriette, genannt Henry, bei einem Autodiebstahl auf der Rückbank unter einer Decke schläft. Der arbeitslose Automechaniker Sven sieht sie nicht, als er in den schwarzen BMW M5 ihrer Mutter Marion steigt, als diese gerade die Einkäufe in die Wilmersdorfer Wohnung trägt. Die Autoschlüssel stecken im Zündschloss der 120.000-Euro-Businesslimousine mit 635 PS. Die Mutter rennt dem wegfahrenden Auto noch hinterher und klopft verzweifelt an die Fensterscheibe.

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