„Sie ziehen von Feld zu Feld und von Hain zu Hain. Wenn sie eine Stunde gewandert sind, verweilen sie eine Zeit, dann setzen sie ihren Weg fort.“ So lakonisch und knapp beginnt Aharon Appelfelds Roman „Sommernächte“. Er spielt in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges: Sergei und sein elfjähriger Begleiter Janek sind obdachlos, ziehen durchs Land und bitten jeden Sonntag vor einer Kirche um Almosen. Diese schwere Stunde, die er verabscheut, sieht Sergei als lästigen Befehl an – so wie Soldaten Dreck wegräumen müssen. Früher war Sergei Kommandant einer Spezialtruppe, einer Rettungseinheit, die wegen ihrer mutigen Einsätze und ihrer Menschenliebe von allen geehrt und geliebt wurde.

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